Von Weicheiern und der Deutschen Bahn…
Loco Garcia | 23. Januar 2007Was für eine Woche…also die letzte jetzt.
Der Orkan “Kyrill” hat mal so ziemlich alles durcheinandergewirbelt und alle Leute in Aufregung versetzt, die einen mehr, die anderen weniger. Ich persönlich muss ja sagen fand das alles nicht so schlimm, aber als Norddeutscher ist man glaube ich auch dementsprechend abgehärtet. Das alles aber nich aus Bremerhaven sondern aus Köln zu erleben, war ziemlich panne.
Beruflich bin ich derzeit sehr viel auf Achse, dass wir der eine oder andere mal wieder an dem Mangel an Einträgen für den Monat Januar gesehen haben. Andererseits passiert in meinem Privatleben nicht sooooo viel, respektive ist es so privat, dass es hier nichts verloren hat :-). Und mit beruflichen Quatsch will ich hier auch niemanden zulullen. Aber egal.
Es begab sich also, dass ich in der letzten Woche 3 mal nach Köln musste, ausserdem 2 private Termine hatte und - selbst schuld sagt ihr jetzt, wenn man schon so einen vollen Terminplan hat - hatte auch endlich mal wieder geschafft zum Basketballtraining zu gehen. Ihr seht also, das Jahr 2007 verläuft doch auch ein wenig positiv, weil ich endlich mal für sowas wieder Zeit finde (oder sie mir einfach nehme?).
Anyway - was in Köln bezüglich Sturm ging war schon abgefahren. Ein Wind wie er - in meinen Augen - jede Woche in Sahlenburg immer weht wenn ich meine Freundin besucht habe, und dort ist Hektik und Heckmeck. Die Leute machten früher Feierabend, haben sich mit Kollegen organisiert etc. Der DJ eures Vertrauens zog es bei dem lauen Lüftchen vor, zu Fuss zum Hotel zu gehen…nach nem ganzen Tag sitzen, Ehrensache.
Aber das war gar nicht so das Interessante, wie der Titel schon vermuten lies. Denn der Knüller war die Deutsche Bahn. Mit zwei Kollegen sollte es am Freitag um 15:10 mit dem IC endlich wieder ins beschauliche Norddeutschland weg vom jecken Volk gehen. Aber da haben wir die Rechnung ohne Bahn, Kyrill und den Wetterhype gemacht. Statt wie geplant gemütlich im Zug zu sitzen und ne DVD auf dem Notebook zu schauen (ich hatte “Fear and Loathing in Las Vegas” und “Trainspotting” dabei - fragt mich nicht, wieso) hiess es für mich und meine Kollegen: Glück versuchen, Mietwagen krallen.
Wie durch ein Wunder hat das geklappt. Erstmal eine Mercedes B-Klasse mit Automatik/TipTronic abgegriffen um die Heimfahrt endlich anzutreten. Blauäugig wie wir waren kombiniert mit Anrufen zu Hause, dass wir ja evtl sogar schneller als mit der Bahn sind.
Wieder falsch - so ein Ärger. Natürlich kommen da viele Leute auf die Idee statt die Bahn (die ja eh nicht fuhr, haha) auf das Auto (oder Fahrgemeinschaften respektive Taxis - schon Mal ein Kölner Taxi in Osnabrück gesehen? Ich schon…) umzusteigen. Plus der übliche Wahnsinn, der am Freitag so zwischen 15 und 17 Uhr auftritt: Feierabendverkehr, Nato-Rally und LKWs ohne Ende die nach dem Sturm nun wieder fahren konnte. Statt also um 18:20 mit dem Zug in Bremen einzutreffen, waren wir um 20:30 dort. Nach ewigem gequäle durch 4-10 km lange Staus. Und ich durfte danach noch weiter nach Bremerhaven.
Und ich war auch noch alleiniger Fahrer - denn meine beiden Kollegen hatten keinen Führerschein dabei. Also ohne Pause und ohne Frühstück und Mittag (duschen war morgens wichtiger und für Mittagessen keine Zeit) gen Heimat. Und dann auch noch zum Geburtstag meines Cousins, der 18 wurde, statt ins heimische Bett.
Die Tage und das, was am Wochenende noch folgte, hat mir echt den Rest gegeben.









