Keepin’ it real…
Loco Garcia | 19. September 2006
Auch wenn diese Überschrift schön zu der Thematik des Sonntags passt (fleissige Leser wissen mehr und verstehen den Wink mit dem Zaunpfahl) gehts doch dies Mal um ein anderes Thema: den Film.
Nein, nicht einen Film namens “Keepin’ it real…” - sondern einen bestimmten, zu dem diese Aussage erstens passt weil “Keepin’ it real” dort stattfindet und zweitens auch gerne mal in der dazugehörigen Comedysendung verwendet wird (When “Keepin’ it real” goes wrong) - es geht um Dave Chappelle’s Block Party.
So begab es sich, dass Dave Chappelle, seines Zeichens Comedian afroamerikanischer Herkunft und “begnadeter” Schauspieler (u.a. “Half Baked”) sechs Wochen nach Unterzeichnung seines 50 Millionen Dollar Vertrags mit Comedy Central, dem Haussender von South Park, eine freie Block Party veranstaltete.

Diese ist schön im Stile alter 70er Jahre Block Parties in den Stadtteilen New Yorks gehalten - Brooklyn und hier, genauer, Bedford-Stuyvesant, kurz: Bedstuy.

So hat es dieser Irrwisch geschafft, seine Freunde als Künstler auf die Bühne zu holen, und alleine deshalb war dieser Film Pflicht für mich, denn er hat die MCs und Musiker versammelt, die ich persönlich anhimmeln und noch als wahre Rap Artists ansehe: Mos Def, Talib Kweli, Common, The Roots, Dead Prez, Big Daddy Kane, Bilal, Erykah Badu, Jill Scott, Kanye West und dazu auch noch die Reunion der Fugees.

All dies kommt in diesem wirklich empfehlenswerten Film vor. Von der Planung über Propaganda machen in seinem Heimatörtchen - und alles gewürzt mit einer Prise Ironie und Comedy. Regie und Kameraführung war hierbei ausserdem von keinem geringeren als Michael Gondry, dem Regisseur von “Vergiss mein Nicht” und diverser Björk und Kylie Minogue Musikvideos.
Wer schon inner Mal “Jesus Walks” von Kanye West von einem Blasorchester gespielt hören wolle, sollte sich diesen Film unbedingt reinziehen.
CELEBRATION, BITCHES!
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